Von 1. September bis 4. Oktober 2022 begehen die christlichen Kirchen in Österreich die „Schöpfungszeit“ und machen damit auf die immer dringender werdende Bewahrung der Schöpfung aufmerksam.
„Wir tragen als Kirchengemeinschaft Verantwortung für die Schöpfung. Das ist eine herausfordernde, aber auch schöne Aufgabe, bei der unsere Kreativität und Entschlossenheit gefragt ist. Mit der ‚Schöpfungszeit‘ möchten wir Pfarren und kirchliche Einrichtungen dafür sensibilisieren, dass wir durch nachhaltiges Handeln und das bewusste Gestalten der Gegenwart die Zukunft unserer Schöpfung mitgestalten können“, sagt Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien. Aus diesem Grund veranstaltet das Umweltbüro der Erzdiözese Wien in Kooperation mit anderen kirchlichen Einrichtungen mehrere Aktionen, um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz in den Fokus der kirchlichen Öffentlichkeit zu rücken.
Unter dem Motto „Hoffnung für unser gemeinsames Haus“ wird am 7. Oktober 2022 – zum Ausklang der „Schöpfungszeit“ – in der Kirche St. Florian (Wiedner Hauptstraße 97, 1050 Wien) von 15:00 bis 21:00 Uhr ein Inspirationstag zur Umweltenzyklika „Laudato si‘“ stattfinden.
Das Dokument, das 2015 von Papst Franziskus herausgegeben wurde, befasst sich mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz und verknüpft diese mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit. Ziel des Inspirationstages sei es, Pfarren und kirchlichen Einrichtungen Handlungsoptionen in Sachen Schöpfungsverantwortung aufzuzeigen, so Markus Gerhartinger. Hauptreferent ist der Linzer Professor für Moraltheologie, Michael Rosenberger, der die Anregungen der Enzyklika „Laudato si‘“ für Pfarren in den Mittelpunkt stellen und diese in einen globalen Kontext einbetten wird. Workshops und eine Podiumsdiskussion runden die Veranstaltung ab.
Ökologisch aktive Pfarren aus Niederösterreich haben auch heuer wieder die Chance, im Rahmen des diözesanen Umweltpreises mit 1.000 Euro pro Pfarre ausgezeichnet zu werden. Markus Gerhartinger ruft alle niederösterreichischen Pfarren auf, ihre Initiativen und Projekte zur Bewahrung der Schöpfung einzureichen. „Wir freuen uns über jede Einreichung. Es gibt kein ökologisches Handeln – sei es am Pfarrfriedhof, auf der Pfarrwiese, in der Kirche oder im Pfarrheim –, das nicht wert wäre, ausgezeichnet zu werden“, sagt Gerhartinger. Einreichfrist ist der 30. September 2022. Der Umweltpreis ist eine Kooperation der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten, der Evangelischen Kirche NÖ, dem Umweltbüro der Erzdiözese Wien und der Orthodoxen Gemeinde in NÖ.
Ein spiritueller Programmpunkt der Schöpfungszeit ist die Schienenwallfahrt am 17. September 2022 zum Stift Seitenstetten in Begleitung von Weihbischof Stephan Turnovszky. Sie wird im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September veranstaltet.
Ein eigens organisierter Sonderzug fährt von Laa an der Thaya nach Seitenstetten, wo um 12:00 Uhr eine Festmesse in der Stiftskirche gefeiert wird. Zustiegsmöglichkeiten gibt es in Mistelbach, Wolkersdorf, Wien Hauptbahnhof, Wien Meidling, Wien Speising, Wien Hütteldorf und St. Pölten.
Im Zuge der Europäischen Mobilitätswoche ruft das Umweltbüro der Erzdiözese Wien zusammen mit den Umweltbeauftragten der anderen Diözesen dazu auf, am Sonntag, den 18. September, mit dem Fahrrad in die Kirche zu kommen. Unter allen teilnehmenden Pfarren und Gruppen werden 500 Euro für ein ökofaires (Pfarr-)Fest oder eine nachhaltige Pfarrfahrt verlost.
Mehr Infos: www.autofasten.at/site/portal/rad
Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Aktionen finden Sie auf www.umwelt-edw.at