Am Samstag, 15. Oktober 2016, wurden 15 Männer von Kardinal Christoph Schönborn im Stephansdom zu Diakonen geweiht. 14 Männer treten nun ihren Dienst als Ständige Diakone in der Erzdiözese Wien an, ein Diakon ist Bruder des Franziskanerordens, 13 der Männer sind verheiratet.
Der Stephansdom war bis auf den letzten Platz gefüllt. Familienmitglieder, Menschen aus den Pfarren der Diakone, Freunde und Wegebegleiter waren gekommen. Kardinal Schönborn stellte die Handlung des Handauflegens an den Beginn seiner Predigt. Es sei ein Gedanke, der ihm noch nie so bewusst gekommen ist: "Ich darf euch nachher die Hände auflegen. Und durch die Auflegung meiner Hände werdet ihr geweiht", so der Wiener Erzbischof.
Kardinal Schönborn bedankte sich von ganzem Herzen bei den angehenden Diakonen für ihren Dienst. "Ich höre nicht auf zu danken, dass ihr Ja gesagt habt zu diesem Dienst. Immerhin waren das neben dem Beruf vier Jahre Ausbildung. Ich danke auch euren Ehefrauen, die das mitgetragen haben und mittragen werden. Ich höre nicht auf für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke."
Das Zeugnis, das ihm die Diakone bei vielen Gesprächen gegeben haben, habe ihn aufgebaut, so Schönborn. Neben der Dankbarkeit für den Glauben an Jesus und der Liebe zu den Menschen erbitte er auch etwas für die Diakone: "Dass Gott, Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung gebe. Wir bitten heute um die Gabe des Heiligen Geistes. Die Gabe der Weisheit, alles das unter einen Hut zu bringen, Familie, Ehe, Beruf und diakonalen Dienst, das erfordert viel Weisheit."
Drei Dinge wünschte Kardinal Schönborn den angehenden Diakonen abschließend: die Hoffnung, die Herrlichkeit des Glaubens und die Energie der Liebe Gottes.