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25.10.2016

Trauerrituale: Kinder mitnehmen

Das Miterleben von Trauerritualen hilft auch Kindern, mit ihrer Trauer umzugehen.

 

Die Erfahrung, dass ein Mensch stirbt, den wir sehr gerne haben, müssen natürlich auch Kinder machen. Und sie erleben dann  bei sich und den anderen Familienmitgliedern das Gefühl von Traurigkeit.

 

Im ersten Moment ist der Verlust noch gar nicht erfassbar– hier geht es Kindern und Erwachsenen gleich.


Die Lücke, die durch den Tod entstanden ist, wird erst im Laufe der Zeit spürbarer. Dann ist es wichtig, dass Kinder Nähe und Geborgenheit erleben: Stabilität in dieser Zeit der Veränderung.

 

Auch Kinder reagieren in solchen Situationen unterschiedlich – manche werden nachdenklich, manche lenken sich ab, andere stellen viele Fragen.


In jedem Fall sollen sie die Möglichkeit haben, „die Schatzkiste der Erinnerungen an den verstorbenen Menschen zu füllen“ - all diese schönen Erlebnisse der Vergangenheit sind unverlierbar auch im Leben der Kinder geborgen. So kann neben der Trauer auch das Gefühl der Dankbarkeit wachsen.

 

Vielleicht möchten die Kinder noch eine Zeichnung, ein kleines Abschiedsgeschenk anfertigen, um es mit auf den letzten Weg zu geben. In jedem Fall sollte man Kinder an den Trauerritualen wie Begräbnis und Gottesdienst teilhaben lassen.

 

Das Miterleben dieser äußeren Stationen am Weg der Trauer, hilft auch Kindern. Allerdings ist es wichtig, dass sie dabei eine vertraute Person an ihrer Seite haben, für eine liebevolle Umarmung, für die Beantwortung aufkommender Fragen.

 

Wenn Eltern durch ihren eigenen Schmerz an ihre Grenzen kommen, so können PatInnen Kinder durch diese Phase begleiten.