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01.07.2019

Heiligsprechung von Kardinal Newman am 13. Oktober in Rom

Auch Schweizer Franziskanerin Marguerite Bays und drei Ordensgründerinnen aus Indien, Italien und Brasilien werden während der nächsten Bischofssynode ins Buch der Heiligen eingetragen.

Der englische Kardinal John Henry Newman (1801-1890) wird am 13. Oktober heiliggesprochen. Das gab der Vatikan am Montag bekannt. Papst Franziskus hatte am Vormittag bei einer Versammlung mit seinen Kardinälen, einem sogenannten Konsistorium, den Weg für insgesamt fünf Heiligsprechungsverfahren geebnet. Auch die Schweizer Franziskanerin Marguerite Bays (1815-1879) wird im Oktober während der Amazonien-Synode (6. bis 27. Oktober) in das Buch der Heiligen eingetragen.

 

Der aus London stammende John Henry Newman sorgte als bekannter anglikanischer Gelehrter 1845 durch seinen Übertritt zum Katholizismus für Aufsehen. In der katholischen Kirche entwickelte er eine prägende Rolle als Theologe und später als Kardinal. Anfangs Kritik und Misstrauen ausgesetzt, gilt er inzwischen als "Brücke zwischen Anglikanern und Katholiken". 2010 wurde Newman von Benedikt XVI. in Birmingham seliggesprochen. Es war das erste Mal, dass Benedikt XVI. eine solche Zeremonie, die er sonst Kardinälen anvertraute, persönlich vornahm.

 

Marguerite Bays wurde am 8. September 1815 in La Pierraz (Diözese Fribourg-Lausanne-Genf) geboren und starb am 27. Juni 1879. Die gelernte Schneiderin gehörte dem Dritten Orden des heiligen Franziskus an. Im Jahr 1854 soll sie plötzlich von einer Krebskrankheit geheilt worden sein, in der Folge zeigten sich bei ihr die Wundmale Jesu. Papst Johannes Paul II. sprach Bays 1995 selig.

 

Ebenfalls bald heiliggesprochen werden die indische Ordensgründerin Maria Teresa Chiramel Mankidiyan (1876-1926), die italienische Ordensgründerin Giuseppina Vannini (1859-1911) und die brasilianische Ordensgründerin Dulce Lopes Pontes (1914-1992). Die syro-malabarische Ordensfrau Chiramel Mankidiyan begründete 1914 die Kongregation von der Heiligen Familie, Vannini gründete Ende des 19. Jahrhunderts den weiblichen Zweig des Kamillianerordens, auf Dulce geht ein nach ihr benanntes Sozialwerk zurück.