"Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen" - dieser fünfsemestrige Masterstudiengang an der Kirchliche Pädagogische Hochschule (KPH) Wien/Krems findet Interesse weit über Wien und sogar Österreich hinaus. "Die bisherige Resonanz übertrifft alle Erwartungen", informierte die KPH am Montag, 15. Juli 2019, über den Hochschullehrgang, der laut den Angaben Einblick in verschiedene Achtsamkeitskonzepte bietet, deren wissenschaftliche Hintergründe ausleuchtet sowie "sofort wirksame Achtsamkeitsübungen für den Einsatz in Gruppen und Einzelsettings" umfasst. Er endet mit einem Masterabschluss (90 ECTS-AP) und hat Teilnehmende von Dublin bis München, von Tirol bis Wien. Die nächsten Auswahlgespräche finden am 30. August statt, kündigte die KPH an.
Die von sieben christlichen Kirchen getragene KPH Wien/Krems bietet zahlreiche pädagogische Studien und Hochschullehrgänge zur Lehreraus- und -weiterbildung. Kerngeschäft ist jedoch die Lehrerausbildung im Bereich der Primarstufe.
Der Begriff "Achtsamkeit" werde heutzutage fast schon inflationär verwendet, hieß es in der Aussendung. Lehrende und Studierende an der KPH Wien/Krems würden sich mit dieser Thematik und der damit verbundenen Selbsterfahrung auf hohem wissenschaftlichem Niveau und intensiver Praxis auseinandersetzen. Das Konzept: Die Teilnehmer finden über fünf Semester verteilt an 30 Wochenenden zusammen, um gemeinsam Achtsamkeit zu praktizieren und wissenschaftlich fundiert Hintergrundwissen und Übungen zu einem breiten Spektrum an Themen zu bekommen. In der Aussendung ist die Rede von "Mindful Leadership", Resilienz, betrieblicher Gesundheitsförderung, und "Mindful Parenting"; weitere Inhalte beziehen sich u.a. auf internationale Schulprogramme, Emotionsregulation, Kommunikation, "Selbstmitgefühl" und neurowissenschaftliche Grundlagen. Ein viertägiges begleitetes "Schweige-Retreat" im Naturschutzgebiet Hohe Wand (NÖ) runde diese praxisorientierte Weiterbildung ab. Anmeldungen an johannes.petschenig@kphvie.ac.at
Ein weiterer Hochschulstudiengang ist der Trauma-Pädagogik gewidmet, der ab September 2019 zum dritten Mal an der KPH Wien/Krems startet. Immer wieder begegne man im professionellen Kontext traumatisierten Kindern und Jugendlichen, was Überforderung, Ohnmachtsgefühle oder Verleugnung auslösen könne, wies die KPH hin. Es komme zu Handlungen "aus dem Bauch heraus" - mit dem Risiko zu "retraumatisieren". Der Masterstudiengang "Traumapädagogik" vermittelt in fünf Semestern theoretisches und praktisches Wissen rund um das Thema Trauma und richtet sich an Personen aus dem psychosozialen und pädagogischen Feld. Zwei Studienplätze sind noch offen. Info bei philipp.rogner@kphvie.ac.at