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12.12.2019

Bethlehem-Friedenslicht geht am Samstag von Wien aus in die Welt

Ökumenische Friedenslichtfeier in Pfarrkirche Donaufeld in Wien - Licht wird an 1.300 Pfadfinder aus 21 Nationen weitergeben.

Die traditionelle ökumenische Adventfeier, bei der das Friedenslicht aus Bethlehem an Pfadfinderdelegationen aus aller Welt verteilt wird, findet heuer am Samstag, 14. Dezember, in Wien statt. Dem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Donaufeld (1210 Wien, 14 Uhr) stehen Domdekan Rudolf Prokschi sowie Geistliche der evangelische Kirche A.B, Griechisch-orthodoxen und Anglikanischen Kirche vor. Es werden rund 1.300 Gottesdienstteilnehmer erwartet. Das Grußwort zur Feier stammt u.a. vom Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, der darin das Friedenslicht als Zeichen des sozialen Zusammenhalts hervorhob.

 

Pfadfindergruppen aus 21 Ländern, darunter Deutschland, Tschechien, Slowakei, Polen, Ukraine, die Schweiz und USA, werden im Rahmen des Gottesdienstes das Licht vom diesjährigen Friedenslichtkind Victoria Kampenhuber entgegennehmen und in ihre Heimatländer bringen. Es ist bereits das 31. Mal, dass internationale Pfadfindergruppen das Friedenslicht weiterverteilen.

 

Seit 1986 wird das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem nach Österreich geholt und anschließend als Symbol für die Hoffnung auf Frieden in die Welt getragen. Die 11-jährige Viktoria aus der oberösterreichischen Stadt Enns hat das diesjährige Friedenslicht am 26. November in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet. An der feierlichen Zeremonie nahmen auch 160 Pilgerinnen und Pilger aus Oberösterreich teil, darunter Vertreter der Religionsgemeinschaften und des Landes mit Landeshauptmann Thomas Stelzer an der Spitze.

 

In Österreich ist das Friedenssymbol am 24. Dezember flächendeckend in vielen christlichen Pfarrkirchen, Bahnhöfen, Rot-Kreuz-Stationen, Bundesheer-Kasernen und den ORF-Landesstudios erhältlich.

 

Weihnachtsbrauch weltweit

Der vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ausgegangene Weihnachtsbrauch am Heiligen Abend hat mittlerweile in mehr als 30 Ländern Fuß gefasst; nicht nur in Europa, sondern etwa auch in den USA und Teilen Südamerikas.

 

Auch in Österreichs Nachbarländer gehört das Friedenslicht bereits zur weihnachtlichen Tradition. So übernehmen auch tschechische Pfadfinder am Samstag das Friedenslicht und überreichen es am Sonntag, 15. Dezember, im Brünner Peter-und-Pauls-Dom dem Bischof der südmährischen Diözese, Vojtech Cikrle. Am 21. Dezember wird das Licht von Pfadfinder-Kurieren in 62 Zügen, darunter auch einigen von Privatbahnen, zu 774 Bahnstationen gebracht. In 237 Orten finden Aktionen zum feierlichen Empfang des Lichts statt.

 

Auch die slowakischen Pfadfinder engagieren sich wieder in der Friedenslicht-Aktion. Nach der Übernahme in Wien überbringen sie es noch am selben Tag in Bratislava der slowakischen Präsidentin Zuzana Caputova. Am Sonntag, 15. Dezember, wird das Licht zu einem Gottesdienst in den Pressburger Martinsdom überbracht, und zwar erstmals von allen drei in der Slowakei wirkenden Pfadfinderorganisationen: dem slowakischen "Skauting", dem Bund europäischer Pfadfinder sowie dem Verband der Pfadfinder ungarischer Nationalität. Man verteile das Licht in der ganzen Slowakei "bereits zum 30. Mal als Symbol von Ruhe, Liebe und Frieden und im Kontext des 30. Jahrestags der Samtenen Revolution auch als Symbol der Freiheit", so Marian Suvak, der Koordinator des Lichts aus Betlehem in der Slowakei.