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25.02.2020

Glocken des Wiener Stephansdoms schweigen in Fastenzeit

Elf Glocken im Südturm müssen nach 60 Jahren erneuert werden.

Die Glocken des Wiener Stephansdoms werden heuer vom Aschermittwoch bis zum Beginn der Karwoche nicht läuten. Grund dafür sind die in die Jahre gekommenen elf Glocken im Südturm. Diese müssten nach 60 Jahren Betrieb überarbeitet, verschiedene Teile und die Elektrik erneuert werden, hieß es im aktuellen Pfarrblatt der Dompfarre. Am Palmsamstag wird das erneuerte Geläute dann erstmals erklingen und von 16.30 bis 16.55 Uhr die Karwoche einläuten.

 

Die Glocken von St. Stephan befinden sich am Südturm, am nördlichen Heidenturm und am Nordturm. Die Pummerin ist die berühmteste Glocke des "Steffls". Sie hängt am Nordturm und wird nur zu hohen Festtagen und zu ganz besonderen Anlässen geläutet.

 

Elf Glocken - elf Namen

Die elf Glocken des Südturmes heißen Hl. Stephanus, Hl. Leopold, Hl. Christopherus, Hl. Leonhard, Hl. Josef, Hl. Petrus Canisius, Hl. Papst Pius X, Alle Heiligen, Hl. Clemens Maria Hofbauer, Hl. Erzengel Michael und Hl. Tarzisius. Sie stammen aus dem Jahr 1960. Bis auf die Stephanusglocke, die nur zu sehr feierlichen Gottesdiensten geläutet wird, bilden sie das Sonn- und Feiertagsgeläute.

 

Die Glocken des nördlichen Heidenturmes sind Originalglocken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Sie läuten zur sonntäglichen Vesper und werden als Begräbnisgeläut verwendet. Sie heißen Feuerin, Kantnerin, Bieringerin, Feringerin und Churpötsch.