Schicksalsschläge, Missbrauch und schwere Krankheiten stehen im Zentrum der Spezialsendereihe "Passionsweg" von "radio klassik Stephansdom", die in der vorösterliche Fastenzeit immer samstags um 19:00 Uhr ausgestrahlt wird.
Zu Wort kommen u.a. die Schriftsteller Josef Haslinger und Martin Pollack, ein ehemaliger Obdachloser sowie der Wiener Theologieprofessor Wolfgang Treitler. Letzterer berichtet in einer Radioreportage am 7. März über die Geschichte seines Missbrauchs als Schüler im Internat des katholischen Stifts Seitenstetten in Niederösterreich. Die Sendereihe kann auch via Podcast unter www.radioklassik.at nachgehört werden.
Den Auftakt machte am 29. Februar der "Passionsweg" des österreichischen Schriftstellers, Journalisten und Übersetzers Martin Pollack. In der rund 60-minütigen Sendung berichtete er über sein Leben als unehelicher Sohn des SS-Sturmbannführers Gerhard Bast und Stiefsohn des Malers Hans Pollack und sprach über den Umgang mit der Diagnose Krebs.
Im Zuge der "Passionswege"-Schwerpunktwochen handelt eine Radioreportage am 14. März über Sabine Reisinger, die Gründerin des ersten und einzigen Tageshospizes für Kinder in Österreich. Sie erzählt darin über den Tod ihrer zweiten Tochter, die mit 66 Tagen gestorben ist, ohne je die Intensivstation des Krankenhauses verlassen zu haben. Über die Schicksalsschläge eines ehemaligen Obdachlosen berichtet die prämierte Sendereihe am 21. März: Martin Bruckbauer erzählt über seine Alkoholkrankheit, seine schwere Kindheit und sein aktuelles Leben mit Labrador-Mischling Lyo in einer kleinen Gemeindebauwohnung.
Über die beinahe verwischten Spuren der jüdischen Bevölkerung in der Buckligen Welt, wo bis 1938 in fast jedem Ort der Region Juden lebten, berichtet eine Radioreportage am 28. März. Am 4. April enden die "Passionswege" auf "radio klassik Stephansdom" mit der Reportage über den Schriftsteller Josef Haslinger. Der Autor des aktuell erschienen Buches "Mein Fall" spricht darin über den Missbrauch, den er als Sängerknabe im Internat des Stiftes Zwettl erfahren hat.
Der Sender "radio klassik Stephansdom" ist ein Privatradio im Eigentum der Erzdiözese Wien. Inhaltliche Schwerpunkte sind neben klassischer Musik auch Lebenshilfe, Service und Orientierung, ergänzt durch Nachrichten, Diskussionen und Hintergrundinformationen aus Kirche und Gesellschaft.
In Wien und Umgebung kann der Sender terrestrisch auf der Frequenz 107,3 MHz gehört werden, in Graz und Umgebung analog auf 94,2.