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18.04.2020

Sonntag der Barmherzigkeit mit Papst und Bischöfen in diversen Livestreams

Heilige Messe mit Franziskus 20 Jahre nach Einführung des Themensonntags zum Abschluss der Osteroktav wird live aus der Kirche Santo Spirito in Sassia übertragen.

Papst Franziskus erinnert am Sonntag an den vor 20 Jahren eingeführten "Barmherzigkeitssonntag". Er feiert ab 11 Uhr eine Messe in der römischen Kirche Santo Spirito in Sassia, wie der Vatikan mitteilte. Die Kirche nahe dem Petersplatz ist besonders mit der Verehrung der polnischen Ordensfrau Faustyna Kowalska (1905-1938) verbunden. Auf deren Vision des "Jesus der Göttlichen Barmherzigkeit" geht der von Johannes Paul II. im Jahr 2000 eingeführte Themensonntag zurück. Er wird jeweils eine Woche nach Ostern begangen.

Ausweislich des Veranstaltungsprogramms der Kirche Santo Spirito sollte Franziskus den Gottesdienst ursprünglich auf dem Petersplatz zelebrieren. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie findet er nun ohne öffentliche Teilnahme in dem Gotteshaus statt und wird vom vatikanischen Fernsehdienst sowie als Livestream im Internet übertragen.
 
Das Mittagsgebet "Regina Coeli" hält der Papst direkt im Anschluss an die Messe ebenfalls in der Kirche. Beides wird wie üblich im Livestream von Vatican News (www.youtube.com/watch?v=w2mTP4Ym4mA) auch mit deutschem Kommentar übertragen.
 
Auch in Österreich sind verschiedene Feiern dazu geplant.
"Gerade auch in der aktuellen Zeit gilt es, eine tiefe Gottes- und Gemeinschaftserfahrung zu ermöglichen und den Weg der Barmherzigkeit nicht zu vergessen", teilte Stadtpfarrer Krzysztof Kranicki als Initiator der Feier in Kärnten am Freitag mit.

Höhepunkt des auf Facebook (Link: https://www.facebook.com/Stadtpfarre-Wolfsberg-323445921840545/) gestreamten und in Teilen auch live von Radio Maria übertragenen Fests ist die Hl. Messe mit Bischof Marketz aus der Wolfsberger Markuskirche um 18 Uhr. Den Auftakt bildet bereits am Samstagabend ein "Abend der Barmherzigkeit". Am Sonntag gibt es zuvor (15 Uhr) eine Rosenkranz-Übertragung aus dem Karmel Himmelau in St. Michael im Lavanttal, gefolgt von Glaubenszeugnissen von Arno und Susanne Schabel von der Bewegung "Weites Land Gebetshaus" in Weiz.

Ganz ähnlich ist das Prozedere im Vorarlberger Lustenau: Auch die dortige Erlöserpfarre lädt am Barmherzigkeits-Sonntag und dessen Vorabend zum Mitfeiern via Livestream (Link: https://www.youtube.com/embed/live_stream?channel=UCYmmqJaT7DmGOFcbKTAzOdQ) ein. Das umfangreiche Programm umfasst u.a. am Samstag den letzten Teil der am Karfreitag gestarteten Barmherzigkeitsnovene, eine vom Jugendchor-Ensemble gestaltete "Nacht der Barmherzigkeit" sowie am Sonntag den Hauptgottesdienst mit Pfarrer Thomas Sauter um 9.30 Uhr, um 15 Uhr eine feierlich gestaltete "Barmherzigkeitsstunde", ein Vortrag (17 Uhr) und einen abschließenden Festgottesdienst (19 Uhr).
 
 
Die am 30. April 2000 heiliggesprochene Ordensfrau und Mystikerin Kowalska fand mit ihrer Frömmigkeit weite Popularität, vor allem in Polen. Das nach ihrer Beschreibung gemalte Bild des "Jesus der Göttlichen Barmherzigkeit" ist weltweit verbreitet. Der spätere Papst Johannes Paul II. (1978-2005) förderte als Bischof von Krakau die Verehrung und war treibender Motor ihrer Selig- und Heiligsprechung.

Bei seinem letzten Polen-Besuch 2002 weihte Johannes Paul II. die Basilika im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes im Süden Krakaus, die das Originalbild von Kowalskas Vision enthält; bei diesem Anlass stellte er die ganze Welt unter den Schutz der Göttlichen Barmherzigkeit. Vom 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 rief Franziskus ein eigenes "Heiliges Jahr der Barmherzigkeit" aus. Zu diesem Anlass kamen Hunderttausende Pilger nach Rom.