Mit mehr als 6,6 Millionen Euro haben die Päpstlichen Missionswerke (Missio-Österreich) im vergangenen Jahr den Aufbau und die Arbeit der Kirche in den ärmsten Ländern der Welt unterstützt. Das geht aus dem kürzlich erschienenen Jahresbericht 2019 hervor. Missio ist weltweit tätig, unterstützt wurden insgesamt 531 Projekte in Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien. Die Missionswerke sind dabei vor allem im Bildungs-, Sozial- und Seelsorgebereich tätig.
Wie Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner unter Verwies auf Papst Franziskus betont, soll Missio "nicht nur eine Hilfsorganisation unter vielen sein, die Gutes tut und den Menschen in den ärmsten Ländern der Welt hilft". Der Papst wolle vielmehr von "seinen" Missionswerken, "dass wir auch die Kirche in Österreich mit missionarischen Ideen befruchten". Die Missio-Gebetsbewegung "Gott kann" gebe es etwa schon seit drei Jahren "und sie wächst weiter". Es freue ihn auch sehr, so P. Wallner, "dass immer mehr Schulklassen zu uns in die Nationaldirektion kommen, um mehr über die Weltkirche zu erfahren". Zudem werde derzeit eine "Young Missio" aufgebaut. Wallner: "Das ist mir besonders wichtig, denn die Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft."
Missio ist sowohl in der langfristigen Projektarbeit als auch in der Katastrophenhilfe tätig. P. Wallner weist in diesem Zusammenhang in seinem Jahresrückblick etwa auf den Zyklon Idai hin, der im März 2019 in Mosambik im Südosten Afrikas riesige Landstriche komplett verwüstete. Die Menschen würden nach wie vor an den Folgen leiden. Missio habe dank zahlreicher Spender rasch Hilfe leisten können.
Ein weiteres Missio-Projekt: Ein Waisenhaus in Mbarara im Südwesten von Uganda. Dort würden tagtäglich Babys und Kleinkinder auf Müllhalden oder in Latrinen ausgesetzt. Bittere Armut oder eine schwere Krankheit treibe die Mütter zu dieser Verzweiflungstat. Im Waisenhaus der Diözese Mbarara würden die Babys und Kleinkinder mit Unterstützung aus Österreich ein liebevolles Zuhause und später eine gute Grundschulbildung bekommen. Missio stärke die Kirche vor Ort, damit diese "kraftvoll den Ärmsten der Armen helfen kann", so Wallner.
Missio ist weiters auch in der Priesterausbildung engagiert. So wurden laut Jahresbericht 2019 3.232 Priesterseminaristen finanziell unterstützt, 182 davon wurden im vergangenen Jahr zu Priestern geweiht.
Bekannt sind die Päpstlichen Missionswerke vor allem für den jedes Jahr im Oktober stattfindenden Weltmissionssonntag. An diesem Tag wird weltweit für die ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. 2019 war gleich - erstmals und auf Initiative von Papst Franziskus - der gesamte Oktober ein "Außerordentlicher Monat der Weltmission".
Infos zu Missio bzw. zum Jahresbericht: www.missio.at