Bei einer Pressekonferenz, am Dienstag, 11. August 2020, im Wiener Rathaus wurde das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für den Campus der Religionen auf dem Areal des neuen Stadtteils Seestadt aspern präsentiert.
Kardinal Christoph Schönborn und Bürgermeister Michael Ludwig zeigten sich erfreut über den Entwurf und die nächsten Schritte in der Umsetzung des Campus der Religionen. Gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden des Vereins "Campus der Religionen" Arch. Dipl.-Ing. Harald Gnilsen und Gursharan Singh Mangat, dem Rektor der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, HS-Prof. Mag. Dr. Christoph Berger, des Juryvorsitzenden Univ.-Prof. Arch. Mag.arch. Boris Podrecca und der für das Modell verantwortlichen Architektin, Arch. Dipl.-Ing. Marianne Durig stellten sie das Projekt Campus der Religionen der Öffentlichkeit vor.
Auf der von der Stadt Wien zur Verfügung gestellten Liegenschaft entsteht mit dem Campus der Religionen ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammentreffen können. Dieses Projekt ist beispielgebend für ein gelebtes Miteinander in diesem neuen Stadtviertel. Direkt daneben ist der Hochschulcampus der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH) geplant und ergänzt mit einer interreligiösen Ausbildung für ReligionslehrerInnen den Campus der Religionen im Bildungsbereich.
„Mit dem „Campus der Religionen“ soll für den neuen Stadtteil in Wien, die Seestadt Aspern, ein Zentrum entstehen, wo Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen ihre Heimat finden können. Mit dem Respekt für die Vielfalt der Religionsgemeinschaften wuchs das große Vertrauen der beteiligten Personen zueinander. Das Projekt „Campus der Religionen“ ist einzigartig und soll für das Verständnis für die verschiedenen Religionsausübungen beitragen. Es freut und bewegt mich, dass das von mir initiierte Projekt „Campus der Religionen“ so viele Menschen anspricht und begeistert, um sich für die Realisierung dieses Friedensprojektes einzubringen.“
Architekt Dipl.-Ing. Harald Gnilsen, Baudirektor der Erzdiözese Wien
Aus den 44 eingereichten Projekten überzeugte das Wiener Architekturbüro Burtscher-Durig ZT GmbH die Jury des EU-weiten Architekturwettbewerbs und wird nun mit der Realisierung beauftragt. In ihren Entwürfen überdacht eine schwebende Pergola die Kultusgebäude der verschiedenen Religionsgemeinschaften und schafft so in aller Eigenständigkeit ein verbindendes Element. Das mit Dachgärten ausgestattete Hauptgebäude der KPH vereint Bibliothek und Forschungsbereiche mit Mensa- und Veranstaltungsräumlichkeiten als zentralen Begegnungsort der Hochschule.
„Der Campus der Religionen zeigt, dass in Wien das Miteinander der Religionen gelebt wird. Die Stadt Wien, die Kirchliche Pädagogische Hochschule und acht Religionsgemeinschaften haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, dieses faszinierende Projekt zu realisieren. Acht Sakralbauten unter einem Dach vereint, eigenständig und verbunden zugleich, lassen das friedliche Miteinander der Religionen sichtbar werden. Die KPH dient dabei als wichtiger Ort der interreligiösen Bildungsarbeit. Der Campus soll ein offener Ort für die Menschen in der Seestadt und in Wien sein, eine Einladung zur religiösen Erfahrung und zur Begegnung mit anderen Religionsgemeinschaften.“
Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien
Neben den verschiedenen Religionsgemeinschaften wird auch die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPH) künftig auf dem Areal des Campus der Religionen Platz finden. Die von verschiedenen christlichen Kirchen geführte KPH ist die größte private pädagogische Hochschule in Österreich und übersiedelt den bisherigen Standort in Strebersdorf in den kommenden Jahren in einen Neubau neben dem Campus der Religionen.
Zum Verein „Campus der Religionen“ gehören aktuell folgende Mitglieder:
Der Verein „Campus der Religionen“ ist für den Dialog mit weiteren Religionsgemeinschaften offen.
Alle Informationen zum Campus der Religionen und das das Siegerprojekt finden Sie unter: www.campus-der-religionen.at